Portrait

MS Wädenswil

Wie Phönix aus der Asche

Gut acht Monate war das MS Wädenswil von der «Bildfläche» verschwunden. Nun ist es zurückgekehrt auf den Zürichsee – schöner, moderner und mit einem Hauch von Glamour. Nach 52 Jahren und bis zu 600 Passagieren täglich war die «Wädi» im wahrsten Sinne des Wortes in die Jahre gekommen. Zeit für eine komplette Entkernung und Sanierung.

Nach Abschluss der Bauarbeiten ist vom angestaubten Chic der 60er Jahre nichts geblieben. Der 2.5 Millionen Franken schwere Umbau hat dem bei Crew und Fahrgästen gleichermassen beliebten Schiff ein ganz neues Innenleben beschert. Wo vorher graues Linoleum und rosa Plastikblumen dominierten, sorgen heute Holz, raffinierte Wandpaneele und eine edle Farbgebung für ein glanzvolles Ambiente.

Alles wirkt heller, grösser, luftiger. Dafür sorgen die weissen Deckenverkleidungen, die geschickt platzierten Lampen und der grosszügige Buffetbereich. Eine moderne Soundanlage setzt die «Wädenswil» auch in puncto Klang in Szene – perfekte Voraussetzungen also für Themenfahrten und Schiffsvermietungen.

Übrigens: Auch bei der Sanierung des MS Wädenswil hat das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle gespielt: So wurden etwa nur wasserlösliche Farben verwendet, die Isolierung der Innenräume verbessert und energiesparende Geräte eingebaut.

Das MS Wädenswil wurde 1968 in Betrieb genommen. 2017 erhielt das 182 Tonnen schwere Schiff einen neuen Motor. Von Oktober 2020 bis Mai 2021 wurde die «Wädi» nach dem Designkonzept der Zürcher Architektin Susanne Fritz umgebaut. Das Schiff fasst bis zu 700 Passagiere und ist aufgrund seiner Grösse für alle Arten von Rundfahrten einsetzbar.

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