Ausblick 2021

Mit dem Strom schwimmen

Ab 2023 ist die ZSG elektrisch unterwegs – mit drei neuen Limmatbooten. Die Ausschreibung für das rund 6 Millionen Franken teure Projekt konnte das deutsche Unternehmen Ostseestaal in Stralsund für sich entscheiden. Es überzeugte durch den Preis, seine Erfahrung, aber auch durch Optimierungsmöglichkeiten der Rumpfgeometrie. Das erste Limmatboot wird bereits im Februar 2022 geliefert, die beiden anderen folgen Ende 2022. Ihren ersten Einsatz fahren die Kraftpakete, die u.a. mit Solarstrom aus der ZSG-Werft geladen werden, im Sommer 2023.

Ein Platz an der Sonne

Die ZSG setzt im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie auf umweltfreundlichen Solarstrom. Sowohl auf dem Betriebsgebäude als auch auf dem angrenzenden Schopf werden Solarpanels montiert. Die erzeugte Energie wird direkt ins Stromnetz eingespeist. Mit dem Solarstrom sollen u.a. auch die neuen Limmatboote aufgeladen werden. Ausserdem richtet die ZSG vier Parkplätze mit Ladestationen für Elektroautos ein.

Verjüngungskur für die Werft

Ein frischer Wind weht durch die ZSG-Werft: Bereits im Mai haben die Revitalisierungsarbeiten an und in den in die Jahre gekommenen Werftgebäuden begonnen. Erster Schritt: Der Neubau der Garderobe. Da die Werfthalle nicht mehr die Brandschutzrichtlinien der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) erfüllt, wird diese nun mit den notwendigen Installationen versehen. Dazu zählen der Um- und Einbau von Fluchttüren sowie die Montage eines Rauch- und Wärmeabzugs mit separater Sicherheitsstromversorgung.

Für das Zürcher Theater Spektakel im August soll die Werfthalle dann schon wieder ihre Pforten öffnen. Ende August richtet sich der Fokus auf das Verwaltungsgebäude: Um künftig alle Abteilungen unter einem Dach zu haben, werden die Räumlichkeiten rund um den Empfang neu angeordnet. Ausserdem entsteht ein neuer, grösserer Pausenraum mit Küche für alle Mitarbeitenden. Abgeschlossen wird die Bauphase mit der Kompletterneuerung der Aussenfassade. Um das Raumklima mit weniger Energie regeln zu können, erhalten die Fenster eine spezielle Abdichtung. Ausserdem wird die Dämmung optimiert. Ende November sollen dann alle Büros bezugsbereit sein.

Bewusst gedruckt

Im Rahmen unserer Unternehmens-Compliance hat die ZSG Ende 2020 die Vergabe ihrer Druckaufträge öffentlich ausgeschrieben. 13 Druckereien aus der deutschsprachigen Schweiz haben sich beworben. Das Rennen für sich entscheiden konnte die Vögeli AG in Langnau im Emmental. Das Unternehmen ist eine von drei Druckereien in ganz Europa, die das Cradle-to-Cradle-Verfahren anwenden. Dabei werden sämtliche für die Produktion eingesetzten Materialien wieder rezykliert. Das Schöne: Überschüssige Broschüren werden nach Ablauf der Gültigkeit nicht mehr einfach weggeworfen, sondern ebenfalls wieder dem Recyclingkreislauf zugeführt. Mit dem neuen Druckpartner setzt die ZSG einen weiteren wichtigen Meilenstein in puncto Nachhaltigkeit.

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