Saisonstart der ZSG: In der Schiffsküche weht ein frischer Wind

Saisonstart der ZSG: In der Schiffsküche weht ein frischer Wind

Was möchte der Gast von heute während einer Schifffahrt auf dem Zürichsee speisen? Dieser Frage haben sich Roland Thalmann, Pächter der Zürichsee Gastro, und sein Geschäftspartner Samuel Vörös in den vergangenen Monaten gewidmet. Die beiden Gastgeber aus Leidenschaft haben im Dezember 2021 einen Partnerschaftsvertrag unterzeichnet und heben nun gemeinsam die Gastronomie auf dem Zürichsee auf ein neues Level.

Am 3. April startet die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) in die Sommersaison. Pünktlich zu diesem wichtigen Datum präsentiert sich auch die neue Gastronomie auf dem Wasser. Die Bordküche wird lokaler, nachhaltiger und setzt auf verschiedene Erfolgsfaktoren wie hohe Qualität, Produkte aus eigener Herstellung und die Integration lokaler Spitzenköche. So konnte beispielsweise Sternekoch Tobias Buholzer ins Boot geholt werden. Seine mit Auberginen gefüllten Ravioli setzen künftig neue Akzente auf der Speisekarte.

Samuel Vörös, der in Luzern, St. Gallen und Zürich mehrere Restaurants betreibt, hatte sich Anfang 2021 für die Ausschreibung der Zürichsee-Gastro interessiert. Diese war nötig geworden, da der Pachtvertrag mit der R.T. Gastro AG zum 31. Dezember 2021 auslief und die Zürichsee-Schifffahrt im Hinblick auf die Nachfolgeregelung die Gastronomie auf dem Zürichsee auffrischen wollte. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Ausschreibung allerdings zunächst auf Eis gelegt werden. «Covid 19 hat die Gastronomieszene hart getroffen. Wer nicht aufgeben musste, hat versucht, den eigenen Betrieb über Wasser zu halten. Da hielt sich das Interesse, in einen neuen Geschäftszweig zu investieren, sehr in Grenzen» blickt Roman Knecht, Direktor der ZSG, zurück. Umso erfreulicher ist es, dass nun mit Samuel Vörös ein Partner zur Seite steht, welcher nicht nur über einen grossen Erfahrungsschatz verfügt, sondern auch gemeinsam mit Roland Thalmann und seinem Team das Ruder Richtung Zukunft legen kann. «Roland Thalmann und ich haben uns zusammengetan, um die Gastronomie auf dem Zürichsee zukünftig gemeinsam zu prägen», sagt Samuel Vörös.

Erlebnisschiffe mit monatlichem Schwerpunkt
Die neue Küche hält selbstverständlich auch auf den Erlebnisschiffen Einzug. Für 2022 wurde eine Vielzahl innovativer Angebote entwickelt. Unter dem Motto «Jeden Monat eine neue Welt» findet der Gast immer wieder neue kulinarische Schwerpunkte. Nach einem gelungenen Auftakt des Japan-Schiffs «Izakaya» im Januar und März folgen Moules et Frites (April), Cordon-bleu-Variationen (Mai), Mezze (Juni), Chicken Wings à discrétion (Juli), BBQ (Juli und August), Burger (September) und - bevor die Fondue-Saison beginnt - nochmals japanische Spezialitäten. Im September macht ausserdem das Wild-Schiff sowie im November das Metzgete-Schiff Lust auf frisches Fleisch. Und endlich sind auch die Partys zurück auf dem Zürichsee: Musik aus den Achtzigern, Schlager und Reggaeton laden ebenso zum Tanzen und Feiern ein wie Salsa und die beliebten Silent-Partys.

Biberli-Schiff zum Auftakt der Sommersaison
Mit einer frisch gewarteten Flotte startet die ZSG am Sonntag, 3. April, in die Sommersaison. Zum Auftakt wird das DS Stadt Zürich einmal mehr zum Biberli-Schiff. An Bord des historischen Raddampfers können Fahrgäste die süssen Leckereien der Biber-Manufaktur Leibacher probieren und käuflich erwerben. Sogar ein neues Biber-Model mit nautischem Element wurde geschnitzt. Abfahrt ist um 14.20 Uhr ab Zürich Bürkliplatz (Grosse Seerundfahrt, Kurs 111/112). Als Überraschung für die Passagiere der anderen Schiffe werden beim Einsteigen kleine Biberli abgegeben.

Warum in die Ferne schweifen? Die Ufenau liegt so nah
Nach zwei Jahren ohne Hauptsaisonfahrplan verdichtet die Zürichsee-Schifffahrt im Juli und August wieder ihr Angebot. Dies betrifft vor allem zusätzliche Fahrten der Kleinen und der Mini-Seerundfahrt in den Abendstunden. Einen Ausbau erlebt der Ufenau-Shuttle ab Pfäffikon. Dieser stiess im vergangenen Jahr auf so grossen Anklang, dass die ZSG sich entschieden hat, zwischen 3. April und 23. Oktober täglich mehrere Fahrten bis in den Abend hinein zur Ufenau anzubieten. «Der Ausbau des ZSG-Fahrplans auf die Insel Ufenau ist ein grosser Gewinn für die Bevölkerung und Gäste der ganzen Region. Durch das zusätzliche Angebot wird es möglich, vermehrt auch kurz zum Lunch oder einem späten Nachtessen auf die grösste, natürliche Insel der Schweiz zu gelangen und den privilegierten Ort zu geniessen», freut sich Simon Elsener, Geschäftsführer Einsiedeln-Ybrig-Zürichsee AG und Direktor von Rapperswil Zürichsee Tourismus. Und Yolanda Fumagalli, Bezirksamman (Bezirk Höfe) ergänzt: «Dem Bezirk Höfe ist es ein grosses Anliegen, dass alle Bewohner die Insel einfach und auf direktem Weg erreichen können. Gerade die nahe Vergangenheit hat uns aufgezeigt, wie wichtig solche Oasen sind.

Eine Reise zum «Ende der Nacht»
Die Schweizer Bahnen feiern 2022 ihren 175. Geburtstag. Der perfekte Anlass, einen Klassiker aus der Mitte des 20. Jahrhunderts noch einmal aufleben zu lassen: In der Nacht vom 21. Auf den 22. Mai laden Zürichsee-Schifffahrt, Südostbahn und Rigi Bahnen zur Sonnenaufgangsfahrt ein. Mit dem Schiff geht es um 23.30 Uhr ab Zürich Bürkliplatz über den nächtlichen See nach Rapperswil. Während der zweistündigen Reise können sich die Fahrgäste mit kleinen Snacks sowie kalten und heissen Getränken stärken. Der Voralpen-Express bringt die Reisenden weiter Richtung Arth-Goldau. Unterwegs wartet ein exklusives Orgelkonzert in der Kirche von Rothenthurm. In Arth-Goldau folgt die letzte Etappe - die Fahrt mit der ältesten Bergbahn der Welt nach Rigi Kulm. Auf dem Gipfel werden die «Nachteulen» mit einem Frühstück (Frühstücksbox), einem Alphornkonzert und den ersten zarten Sonnenstrahlen am Horizont belohnt. Die Ticketzahl ist auf 130 Stück begrenzt, der Preis pro Person beträgt CHF 89.00. Bei schlechter Witterung wird die Sonnenaufgangsfahrt auf das Folgewochenende 28./29. Mai verschoben.

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